Future Art Lab

Future Art Lab 20
Future Art Lab 07

Mit dem Neubau des Future Art Lab wird die Entwicklung dieses besonderen, für Wien einzigartigen und an anglo-amerikanische Vorbilder erinnernden Campus abgeschlossen.

Jahr

2014

Ort

Wien

Status

Im Bau

Kategorie

Bildung

Size

7.370 m²

Jahr

Ort

Status

Kategorie

Größe

2014

Wien

Im Bau

Bildung

7.370 m²

Jahr

2014

Ort

Wien

Status

Im Bau

Kategorie

Bildung

Size

7.370 m²

FAL

Aufgrund dieser Tatsache und aufgrund seiner Lage an markanter Stelle kommt diesem Haus besondere Bedeutung zu, die es erlaubt, den stimmigen Kanon der Bauten am Campus an dieser Stelle besonders zu akzentuieren.

Nicht adäquat wäre es hingegen, an dieser Stelle Dominanz auszuüben. Eine moderate Höhenentwicklung, eine Einbindung in die volumetrische Entwicklung der Nachbarbauten sowie eine räumliche und funktionale Bezugnahme auf das zentrale, freie Feld, den „Campus“ im wörtlichen Sinn, schien wichtig. Das Gebäude versteht sich daher als Pavillon mit einer zur Mitte der Universität gerichteten Geste der Öffnung, die zudem auf stadträumliche Bezüge zu reagieren vermag.

Future Art Lab 01 quality

Entstanden ist somit ein eingebetteter Solitär, der durchaus als Apparat, als Gerät für das Spiel, die Komposition und das Experiment von und mit Film und Musik verstanden werden kann.

Die innere Organisation ist einzig und allein den funktionalen und bauakustischen Anforderungen geschuldet sowie dem Bestreben, einem jeden Institut größtmögliche Kompaktheit bei gleichzeitiger maximaler Tageslichtexposition zu gewährleisten. Das Institut für Elektroakustik und Komposition, mit den großvolumigen Sälen, dem Klangtheater und dem Aufnahmesaal, welche seinen Nukleus bilden, ist aus bauakustischen Gründen notwendiger Weise im ersten Untergeschoß angesiedelt, ebenso wie großzügige Foyerzonen. Über einen versenkten Hof werden seine Unterrichtsräume aber dennoch gut von Osten natürlich belichtet. Die zugehörigen, administrativen Räumlichkeiten befinden sich ebenfalls Richtung Osten im Erdgeschoß sowie das Hauptfoyer.

Future Art Lab 05

Die Filmakademie, flächenmäßig größtes Institut bei größtem Anteil an natürlich zu belichtenden Räumen, nimmt alleine das gesamte 1. Obergeschoß, das aus baurechtlicher Sicht die größte Ausdehnung einnehmen darf, ein. Um noch mehr an Fassadenfläche zur Belichtung zu generieren, wurde ein Raumflügel nach innen geklappt – eine großzügige Terrasse entsteht, als Nebeneffekt. Das Art House Kino ist jedoch bewusst für die Öffentlichkeit direkt vom Erdgeschoß erreichbar. Die untere Ebene des Kinosaals verbindet sich direkt mit einem in den Luftraum des Untergeschoßes eingeschobenen Zwischenniveau, das die Seminarräume beinhaltet. An dieser Stelle ist eine direkte, fußläufige Verbindung zum nebenliegenden Bauteil G möglich.

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Raumakustik

Zwei wesentliche Konstruktionsprinzipien für die Raumakustik sind berücksichtigt worden: Diffusität und Raumbedämpfung. Die erforderliche Diffusität wird über raumakustisch geeignete Wand- und Deckenverkleidungen, wie z.B. konvexe Elemente hergestellt. Hierdurch werden Schallfokussierungen aufgelöst und die Basis für gutes Hören gelegt. Aufgrund der Nutzung für Forschung und Lehre wird das experimentelle Erleben einer unterschiedlichen Raumakustik über eine variable Raumakustik ermöglicht. Die Raumbedämpfung kann hierzu in weiten Bereichen mit schallabsorbierenden Vorhängen verändert werden.

Der Konzertsaal ist mit massiven Holzelementen, die den Schall ins Publikum reflektieren, an Wänden und Decken ausgestattet. Diese Elemente wirken zudem als eigener „Klangkörper“. Der Boden ist als schwerer Holzboden ausgebildet. Um die Nachhallzeit steuern zu können, sind in einer definierten Zone zwischen Oberkante der Wandelemente und den Deckenelementen akustisch hoch wirksame und bewegbare Stoffelemente bzw. Vorhänge vorgesehen.

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Das Klangtheater ist als experimenteller Raum vollflächig mit schallabsorbierend wirksamen Rollos ausgestattet, die im ausreichenden Abstand vor der Innenschale der Raum-in-Raum-Konstruktion angebracht sind und eine maximal variable Raumakustik sicherstellen. Im Art House Kino sind alle wesentlichen Raumoberflächen für eine absorbierende Auskleidung vorgesehen, so dass eine gute Hörsamkeit bei Lautsprecherbeschallung sichergestellt ist. Zusätzlich ist auch der Fußboden absorbierend mit einer Lochung ausgerüstet, durch die auch die Zuluft geräuscharm quellen kann.

Architektur

Pichler & Traupmann Architekten

Entwurfsteam

Bartosz Lewandowski (Teamleiter)
Luca Baumgartner
Peter Grandits
Fabian Lorenz

Projektteam

Alexander Tauber (Projektleiter)
Mohammad Ekhlasi
Klemens Gabriel
Barbara Jarmaczki

Bauherr

Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG), Wien

Statik

Fritsch Chiari und Partner ZT GmbH, Wien

Brandschutz

Norbert Rabl ZT GmbH, Graz

Haustechnik

Gawaplan - Haustechnik Anlagen GmbH, Wien

Raumakustik

Müller BBM GmbH, Planegg

Bauphysik

Prause iC ZT GmbH, Wien

Fassadenplanung

MDE Metalldesign Engineering GmbH, Vöcklabruck

Elektrotechnik

Kubik Projekt GesmbH, Gießhübl

Eckdaten

Planungsbeginn: 2014

Baubeginn: 2017

Fertigstellung: 2018

Grundstücksfläche: 14.602 m²

Nutzfläche: 6.210 m²

Bebaute Fläche: 2.072 m²

BGF: 7.370 m²

Ort: Wien 3. Bezirk, AT

Nutzung: Universitätsgebäude

Leistungsumfang: Generalplanung

Fotos

Toni Rappersberger, Wien

Modell

Harald Schmidt, Wien

Renderings

Visualisierung © Tomaselli. VISUAL SENSATIONS, Wien

Auszeichnung

1. Preis (EU-weiter, nicht offener WB mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren)