ÖAMTC Zentrale

ÖAMTC Zentrale
ÖAMTC Atrium

Jahr

2013

Ort

Wien

Status

Fertiggestellt

Kategorie

Mixed

Size

29.447 m²

Jahr

Ort

Status

Kategorie

Größe

2013

Wien

Fertiggestellt

Mixed

29.447 m²

Jahr

2013

Ort

Wien

Status

Fertiggestellt

Kategorie

Mixed

Size

29.447 m²

Der Stützpunkt

Von den Servicewerkstätten bis zum Heliport sind alle Programmelemente an einer einzigen vertikalen Achse aufgefädelt, also auch vom Schalter über den Empfang und die Veranstaltungsbereiche bis zum großen Atrium der Büros. Logistisch kompakte Inhalte mit hoher Effizienz, wie sie Stützpunkteinrichtungen per definitionem zueigen sind, wurden hier transformiert gedacht und in übersetzter Form auf das Gebäude übertragen.

ÖAMTC Zentrale
ÖAMTC Atrium
ÖAMTC Zentrale

Transparenz

Betritt man den Schalter, so findet man sich auf einer überdimensionalen, gläsernen Kanzel wieder, inmitten der Werkstatt, in die die Techniker die zu zuvor abgestellten Fahrzeuge über eine Rampe ein Geschoß tiefer gefahren haben. Die Kunden können panoramaartig alles bequem von oben betrachten – wird ihr Auto hochgehoben, dieses sogar „Aug‘ in Aug‘“. Vom Schalter öffnet sich jedoch auch ein großzügiger Luftraum nach oben, durch den eine prominente Treppe in die Lobby führt. Auf dieser Ebene kann man das Gebäude auch von der U3-Erdberg kommend auf kurzem Wege zu Fuß betreten. Das Gebäude und damit der ÖAMTC sind für alle in jede Richtung hin offen.

ÖAMTC Atrium
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Oeamtc skizze

Das Gebäude ist ein Zeichen für Mobilität.

Es ist daher ein formal als auch inhaltlich schlüssiges, architektonisch artikuliertes Zeichen einer Organisationszentrale und aktiviert für den Betrachter und den Benutzer auf allen Ebenen das Gefühl und das Verständnis für einen starken und verlässlichen Partner. Ebenso ist es Zeichen eines selbstbewussten Firmenverständnisses, mit dem sich Mitarbeiter und Mitglieder identifizieren können – mit bestens organisierten, aufeinander abgestimmten Einrichtungen mit hohem Interaktions- und Kommunikationsfaktor, ausgedrückt in den übersichtlichen und offenen, transparenten und kunden- wie mitarbeiterorientierten Raumverbindungen.

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Landmarkbuilding

In der Figur setzt sich die ÖAMTC Zentrale eindeutig und bewusst von den monotonen und dennoch heterogen verstreuten, block- und riegelhaften Gebäudezuschnitten der Umgebung ab, deren Form ausschließlich auf gewerbliche- und industrielle Inhalte und deren optimierte Funktionen ausgelegt ist. Vielmehr geht es um die soziale Komponente von Hilfe und Unterstützung und um das Eingebundensein in ein Netzwerk von Service und Betreuung – sowohl als Kommunikationsfaktor im Makrobereich der Gebäudegesamtstruktur als auch im Layout der einzelnen Organisationseinheiten. Schließlich sitzt der Icon inmitten einer Park- und Gartenlandschaft, die sich einerseits auf dem Dach der Hochgaragen und den Fluchttreppenanlagen, andererseits auf der freibleibenden Verbindungsspange zwischen U3 und Baumgasse entfaltet.

ÖAMTC Zentrale
ÖAMTC Zentrale
ÖAMTC Zentrale
ÖAMTC Empfang
ÖAMTC Büro

Alle Gebäudeteile kommunizieren untereinander – jedoch ist auch die Kommunikation nach außen wichtig. Diese findet im öffentlich / halböffentlichen Bereich statt: auf der Eingangsebene liegen Veranstaltungssaal, Konferenzräume, TV-Studio, auf der darüber liegenden Ebene das so wichtige Callcenter, das tatsächlich ständig mit außen online ist und das prononciert und

funktionsgemäß als zentrischer Raum ausgebildet ist. Alle diese Bereiche liegen rund um ein zweigeschossiges Foyer herum angeordnet. Dieses ist aber zugleich auch die erste Ebene des großen Büroatriums, von dem aus die Weg- und Sichtbeziehungen nach oben führen. Damit ist wiederum der interne Kommunikationsfluss geschlossen.

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Architektur

Pichler & Traupmann Architekten

Wettbewerbsteam

Bartosz Lewandowski (Teamleiter)
Christoph Degendorfer
Clemens B. Hasler
Milan Suchánek

Projektteam

Johanna Maria Priebe (Projektleiterin)
Barbara Aull
Christoph Degendorfer
Alexander Grass
Barbara Jarmaczki
Joachim Kess
Andrea Ehrenreich
Daniel Moral Trigueros
Mohammad Ekhlasi
Milan Suchanek
Till Martin
Peter Grandits

Generalunternehmer

Bauunternehmung Granit GmbH, Feldkirchen bei Graz

Tragwerskplanung

FCP - Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH, Wien

Brandschutz

Norbert Rabl ZT GmbH, Graz

Haustechnik, Elektrotechnik

DIEHAUSTECHNIKER Technisches Büro GmbH, Jennersdorf

Bauphysik, Fassadenplanung

Dr. Pfeiler GmbH, Graz

Lichtplanung

pokorny Lichtplanung, Wien

Planung Heliport

Ing. Günther Jakubec GmbH, Wien

Vermessung

Dipl. -Ing. Johanna Fuchs-Stolitzka Ingenieurkonsulentin, Wien

Landschaftsplanung

DnD Landschaftsplanung ZT KG, Wien

Windkomfort

Weatherpark GmbH, Wien

Hydtroingenieur

Dipl. Ing. Michael Gollob ZT GmbH, Wien

Verkehrsplanung

Traffix Verkehrsplanung GmbH, Wien

Küchenplanung

IB Ronge Stria GmbH, Baden

Eckdaten

Planungsbeginn: 2013

Baubeginn: 2015

Fertigstellung: 2016

Grundstücksfläche: 14.913 m²

Nutzfläche: 20.027 m² inkl. Parkdeck

Bebaute Fläche: 9.325 m²

Umbauter Raum: 161.133 m³

BGF: 29.447 m² inkl. Parkdeck

Modelle

Harald Schmidt, Wien

Fotografen

Roland Halbe, Stuttgart

Renderings

Visualisierung Tomaselli . VISUAL SENSATIONS, Wien

Auszeichnungen

The Architecture MasterPrize 2018 – Honorable Mention

Nominierung FIABC

Prix d’Excellence 2018

ECSN European Concrete Award 2018 – 1. Preis

Nominierung Staatspreis für Architektur 2018

6. Österreichischer Stahlbaupreis 2017 1. Preis, UNGER Stahlbau

LEAF Award 2017 - shortlisted

WAF 2017 World Architecture Festival- FINALIST

GEBAUT [2016], MA19

Architizer A+ Special Mention Award 2017